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19.06.2009, erstellt am 23.06 2009 von Christian Müller

Kulturhauptstadt Linz09: I like to move it move it

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Airan Berg, künstlerischer Leiter der Darstellenden Kunst Linz09 (Foto: privat)

Der künstlerische Leiter der Darstellenden Kunst Linz09 Airan Berg berichtet beim Aloisiustreffen 2009 der Altfreinberger/innen von überwältigender Resonanz und berührenden Erfahrungen im Rahmen des Linz09-Projektes

I like to move it move it

Das Schulprojekt I like to move it move it im Rahmen des Kulturhauptstadtjahres Linz09 ist die Verbindung von Kreativität und Bildung. Der künstlerische Ansatz lässt Schule einmal anders erleben, fördert Selbstbewusstsein und Teamgeist und unterstreicht die Bedeutung der Kreativität in der Bildung.

Es gibt keine unbegabten Kinder

Inspiriert wurde Airan Berg zu diesem Projekt zum einen durch seine Erfahrungen in New York, wo mit Migrantenkindern Shakespeare einstudiert wurde, die schließlich besser Englisch sprachen als manch Amerikaner. Zum anderen inspirierte Airan Berg einer der gefragtesten Experte in Sachen Kreativität, Innovation und Erziehung, Sir Ken Robinson und dessen Überzeugung, dass es keine unbegabten Kinder gibt, sondern wir nur ihre Begabungen (anstelle ihrer „Schwächen“) in den Vordergrund stellen müssen.

Zwei Welten lernen sich kennen

Im Mittelpunkt standen Freude und Begeisterung an künstlerischer Arbeit und das Sich-Einlassen aller Beteiligten auf einen künstlerischen Prozess, dessen Ausgang noch nicht feststeht. Dieses künstlerische Sich-Einlasen auf einen ungewissen Ausgang staht freilich im Gegensatz zu schulischer Strukturiertheit und Regulativen von Lehr- und Stundenplänen. So erlebte Airan Berg die gemeinsame Arbeit auch als gegenseitige Horizonterweiterung für Lehrer/innen wie Künstler/innen, wie Projekte in Angriff genommen und realisiert werden.

Großer Zuspruch

In Informationsveranstaltungen wurden Schulen eingeladen mitzumachen. Das Echo war größer als erwartet. Nachdem sich rund 60 Schulen gemeldet hatten, stand eine breit angelegte Sponsorensuche am Programm, um 1,7 Mio Euro (9.000 Euro/Linz09-Schulpatenschaft) zusammenzutragen. Dabei setzte sich Airan Berg auch zum Ziel, regionale Beziehungen zwischen Schulen und Wirtschaftsunternehmen zu knüpfen.

3.000 Schüler/innen und 600 Lehrer/innen wurden 8 Wochenlang von 30 dreiköpfigen Künstlerteams betreut. Die Künstlerteams setzten sich je zu einem Drittel aus regionalen, österreichischen und internationalen Choreograf/innen, Regisseur/innen, Schauspieler/innen, Performer/innen zusammen. Gerade auch die regionale Verknüpfung war ein wesentliches Anliegen des Projekts.

Bewegende und berührende Momente

Beeindruckt schildert Airan Berg, wie ganze Ortschaften v.a. im ländlichen Raum mit den Schulprojekten mitgelebt haben und mit welchem Engagement, aber auch mit welchem Mut die Schüler/innen ihre manchmal durchaus zeitgenössischen, nicht alltäglichen Performances präsentiert haben. Honoriert wurden die künstlerischen Aktionen der Schüler/innen mit breiter und starker Wertschätzung. Zu den berührendsten Erfahrungen des Schulprojektes zählte das gemeinsame Arbeiten mit behinderten Kindern. „Ein Junge, der drei Jahre nicht gesprochen hat, begann plötzlich zu reden. Ich nenne es das Wunder von Weyer“, fühlen sich Airan Berg und die Künstlerteams in ihrer Arbeit bestätigt.

Weltuntergang der Freinberger Bühne

"Der Weltuntergang" titelt nur das Stück von Jura Soyfer, das die Aloisianer/innen im Rahmen von Linz09 zur Aufführung brachten. Ganz und gar keine Weltuntergangsstimmung kam auf, als die Altfreinberger/innen auf dem anschließenden amüsanten Streifzug durch die lange Tradition der Freinberger Bühne Dr. Jakob Ebner folgten.

Lesen Sie zum Linz09-Projekt auch den Artikel über das Schulprojekt mit Airan Berg "Lernen kann man nicht erzwingen" auf derStandard.at (dl: 20.6.2009). Einen Blog zu den Schulprojekten finden Sie unter www.i-like-to-move-it-move-it.at (dl: 20.6.2009) genauso wie einen Bericht über die Studentenbühne des Kollegium Aloisianum (dl: 20.6.2009), die das Stück “Der Weltuntergang” oder “Die Zukunft gehört uns” nach Jura Soyfer präsentierte.

 

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