Absolventenverein Kollegium Aloisianum
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02.05.2011, erstellt am 07.05 2011 von Christian Müller, Quelle: Freinberger Stimmen, Mag. Wilhelm Remes

Heeresgeschichtliches

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Wien. Altfreinberger-Treffen in Wien werden zur Regel. Weniger der Regel entsprechend waren jedoch die Vorzeichen, die das Treffen im Vorfeld erschwerten; so wurde vier Tage vor dem Altfreinbergertreffen wegen des angesagten Staatsbesuchs aus der Türkei eine Platzsperre für den Inneren Burghof ausgesprochen, der einzig mögliche Zugang zu den Club-Räumlichkeiten der Altkalksburger.

Trotzdem schaffte es ein Großteil am 2.Mai abends, darin eingeschlossen unser Vortragender – Dr. Christian M. Ortner (Mj.87, Direktor des Heeresgeschichtlichen Museums), die bereits vorinformierten Polizeisperren zu überwinden und in die angenehmen Clubräumlichkeiten zu gelangen.

Vor rund 20 Teilnehmern führte uns Dr. Ortner in die Geschichte des Heeresgeschichtlichen Museums an der Peripherie Wiens - in der Nähe des Südbahnhofs gelegen – ein, dessen Bau im neobyzantinisch-gotischen Stil jeden Besucher erstaunen lässt. Anfänglich als Waffenmuseum bzw. Zeughaus eines ab 1849 errichteten militärischen Komplexes konzipiert, versuchte das Museum nach dem Zweiten Weltkrieg mit neuem Namen (Heeresgeschichtliches Museum, kurz HGM) mehr und mehr anstatt der bloßen Darstellung von Schlachtenszenen und seiner Feldherren, historische Abläufe sowie den militärischen Alltag darzustellen. An den Ausführungen Dr. Ortners hinsichtlich dreier zentraler Aufgaben des Museums – Sammeln, Bewahren und Erhalten sowie Erforschen – konnte jeder Teilnehmer seine Begeisterung und seinen unabdingbaren Einsatz für die Sache verspüren. So gilt es rund 1 Mio. Objekte zu betreuen, die jährlich um rund 2000-4000 Stück anwachsen; die immer wieder einlangenden Offiziersnachlässe und Fotobestände sind zu katalogisieren bzw. fachgerecht zu lagern, was gerade im Falle von Textilien eine besondere Herausforderung darstellt. Die Sammeltätigkeit gilt auch den aktuellen Missionen wie jener in den Tschad; ist aber auch stets von Überraschungen wie des vorjährigen Fundes eines raren sowjetischen Sturmgeschützes SU-76 gekennzeichnet. Bemerkenswert ist zudem, dass das HGM nach wie vor als Dienststelle des Verteidigungsressorts fungiert, was sich im Falle des Besitzes zahlreicher Waffen vor allem in juristischer Hinsicht als Vorteil erweist. Zuletzt informierte uns Dr. Ortner über die aktuelle Diskussion und Problematik über ein etwaiges Haus der Geschichte sowie über seine erfolgreichen Bemühungen, die Besucherzahlen zu steigern, dies vor allem dank der vermehrten Besuche von Schulklassen als auch von wiederkehrenden Fremdenführer samt Touristen.

Der mannigfaltige Vortrag wird demnächst auch den Altkalksburgern geboten. Hier ist auch anzumerken, dass Mag. Tarek Leitner (Mj. 90) im Rahmen der Langen Nacht der Kirche am 27.Mai in den Räumlichkeiten der Altkalksburger eine Diskussion mit dem Thema „Ignatianische Werte im Berufsleben – eine Spurensuche“ leiten wird, was ganz im Sinne der verstärkten Kooperation zwischen Altkalksburgern zu sehen ist. Neu ist ab sofort die Zusendung der Altkalksburger-Nachrichten an die Altfreinberger jener Wohnorte, in denen der Verein der Altkalksburger aktiv ist.

Zum Vormerken

Nächster Termin in Wien für Altfreinberger:
21. November 2011, 18.30 Uhr

 

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