Absolventenverein Kollegium Aloisianum
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29.11.2010, erstellt am 04.12 2010 von Christian Müller, Quelle: Freinberger Stimmen, Mag. Wilhelm Remes

Börsengespräche

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Wien. Rund 25 AltfreinbergerInnen folgten am 29. November der Einladung zum zweiten Treffen der Wiener AltfreinbergerInnen in die Räumlichkeiten der Altkalksburger in der Wiener Hofburg, die ob der winterlich-eisigen Verhältnisse an diesem Abend einen noch wohligeren und intimeren Rahmen als sonst bildeten.

Dieses Mal konnten wir den Vorstand der Wiener Börse – Dr. Heinrich Schaller (Mj. 78) – für das eingehende Impulsreferat gewinnen, der den Teilnehmern direkten Einblick in die derzeitige Situation der Weltwirtschaft bzw. des Kapitalmarktes bot, abseits der üblichen Medienberichterstattung. Zu Beginn überraschte so manchen die Tatsache, dass sich die Börse seit mehr als zehn Jahren nicht mehr im bekannten Ringstraßen-Börsengebäude befindet, sondern vielmehr in der Wallnerstraße – Nähe Kohlmarkt – befindet, sodass Dr. Schaller nur wenige Minuten brauchte, um die Clubräumlichkeiten aufzusuchen.

Ein wesentliches Bestreben Dr. Schallers ist es ein richtiges Bild der Börse bzw. allgemein fehlendes Wissen über das Funktionieren des Kapitalmarktes richtig zu vermitteln. Zum Teil beginnen diese Defizite bereits in der Schule; diesen soll durch Ausbildungsangebote an Lehrer abgeholfen werden.

Er schilderte die Rolle der Börse als unverzichtbarer Bestandteil der Volkswirtschaft, deren zentrale Aufgabe es sein soll, den Handel bzw. seine Liquiditätsströme zu überwachen und die damit verbundenen Transaktionen möglichst transparent zu gestalten; das ist aber derzeit nicht zu 100 % möglich, da nur rund 70% aller Transaktionen über die Börse laufen. Zudem besteht das Ziel in Österreich die etwas unterdurchschnittliche Eigenkapitalausstattung von Unternehmen mittels Kapitalbildung an der Wiener Börse zu erhöhen. Allerdings seien die jüngsten Beschlüsse wie die Einführung einer Vermögenszuwachssteuer kein Anreiz für den Privatmann über die Börse zur vermehrten Eigenkapitalbildung beizutragen.

Dr. Schaller berichtete auch über die Bestrebungen der Einführung der Transaktionssteuer, welche die derzeit wieder ansteigenden Wiener Börsenumsätze massiv beeinträchtigt hätte, da rund 2/3 der Umsätze von ausländischen Kapitalteilnehmern getätigt werden.

Dem Referat folgte eine anregende Diskussion, die sich infolge der fachlichen Kompetenz der Teilnehmer des Treffens auf hohem Niveau bewegte. Allerdings sollte danach der gemütliche Teil nicht zu kurz kommen, der bis weit nach 22 Uhr andauerte.

In Zukunft ist gedacht, die Treffen in Wien halbjährlich abzuhalten; der nächste Termin wird Ende April/Anfang Mai stattfinden. 

 

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