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28.06.2014, erstellt am 14.09 2014 von Christian Müller, Autor: Mag. Hermann Bauer

30-jähriges Maturatreffen (1984a)

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Wiedersehen nach 30 Jahren (Foto: privat)

Mit angemessenem Abstand können wir nun auf das Treffen am 28. Juni 2014 zurückblicken. Seit der letzten Zusammenkunft sind schon etliche Jahre vergangen und so beschlossen Karlheinz Petermandl, Axel Moherndl und ich auf eigene Faust ein Treffen für dieses runde Jubiläum zu organisieren. Ein kleines Abenteuer war das Zusammentragen aller Kontaktdaten. Einige Vorbesprechungen fanden statt und nach Prüfung aller Varianten entschieden wir uns für ein Eintagesprogramm mit etwas späterem Beginn und open end.

 

Um der Feier einen besonderen Glanz zu verleihen, wurden alle Schüler, die während der Jahre 1976 – 1984 zu irgendeinem Zeitpunkt Teil unserer Klassengemeinschaft waren und sämtliche Professoren, die uns unmittelbar zur Maturaprüfung begleiteten, eingeladen. 

 

vorne v. li. n. re 1. Reihe: HR Dir. Mag. Karl Hödl, Robert Steiner, Josef Gschwandtner, Eckart Holzinger, Maximilian Kaisergruber, Helfried Ofner, Dr. i. R. HR Mag. Hubert Themeßl; 2. Reihe: DI Axel Moherndl, Mag. Karlheinz Petermandl, Mag. Erwin Leitner, Mag. Hermann Bauer, Thomas Zillner, DI Eugen Schobesberger, DI Christian Moshammer, Peter Pullmann, direkt dahinter Univ. Prof. Dr. Michael Bergmann, Mag. Markus Würcher, Dr. Hellmut Schuller, Mag. Michael Estermann, Martin Lucan-Stood (Foto: privat)

 

Wie es der Zufall wollte, traf unser Termin mit der Jubiläumsfeier des Maturajahrgangs 1969 zusammen. Dieser Umstand wurde genützt um einige Programmpunkte der Feier gemeinsam zu begehen. Ein unerwartetes Glück für uns, denn schon bei der heiligen Messe, die am Beginn der Feier stand und von Pater Paul Mühlberger SJ dankenswerter Weise in der Maximiliankirche für uns gelesen wurde, wurde klar, dass die zahlenmäßig deutlich kleinere Gruppe der „45er“ stimmlich das Schwergewicht der Sangesleistung bildete. Danke liebe „45er“, wir geloben Besserung!

 

Der heiligen Messe vorgelagert fand ein Sektempfang direkt vor der Maximiliankirche statt und es wurde dieser genützt, die teilweise seit Jahren, in einigen Fällen seit 30 Jahren nicht mehr gesehenen Gesichter zu prüfen und uns einzureden, dass wir uns trotz geringfügiger Tribute an die verlaufene Zeit nur wenig verändert haben. Uns so waren wir uns schon nach wenigen Momenten wieder so vertraut wie einst.

 

Nach der heiligen Messe folgte gleich ein weiteres Highlight, das gemeinsame Mittagessen im alten Speisesaal. Spätestens ab diesem Zeitpunkt waren wir emotional wieder in den 70er und 80er Jahren angekommen und das wunderbare Hausmannskostbuffet lieferte einen geeigneten Rahmen für allerlei „Weißt du noch…? „Kannst du dich noch erinnern, damals als….?“ usw. Mit Sicherheit hatten viele von uns dabei das erste Mal die Chance, im Speisesaal ein kühles Bierchen zu trinken. Und das unter den Augen des Direktors!

 

Gestärkt und in bester Stimmung hatten wir anschließend die wunderbare Gelegenheit, von Direktor Mag. Hödl durch die Schule geführt zu werden und viel Interessantes über bauliche und strukturelle Änderungen, die sich seit unserer Zeit auf dem Freinberg ergeben haben, zu erfahren. Was sich seither an Neuem ergeben hat ist schon beeindruckend und die erfolgreichen Bemühungen von Dir. Hödl und seinem Team, die Schule zu einem Ort modernen Bildungswesens unter Anwendung neuester pädagogischer Konzepte zu machen waren überall zu erkennen. Mit ein wenig Neid darf auf die neuen Generationen von Schülern geblickt werden und so manches hätten wir uns damals auch gewünscht.

 

Nach dem Rundgang mit allerlei Information und auch einem Ausblick in die weiteren Vorhaben auf dem Freinberg flüchteten wir uns dann im Festsaal vollständig in die Vergangenheit. Die Powerpoint-Vorführung, von Axel Moherndl zusammengestellt, wurde von vielen Zwischenrufen und begeisterten Kommentaren begleitet. Spätestens an dieser Stelle mussten wir Zähne knirschend zur Kenntnis nehmen, dass die Zeit auch für uns nicht stehen geblieben ist, wie eingangs noch gehofft wurde.

 

Mit der Powerpoint-Vorführung endete der Teil der Feier am Freinberg und wir wechselten bergab spazierend in das Zentrum von Linz und sammelten uns im Wirtshaus Keintzel, wo uns als besonderes Schmankerl unsere schriftlichen Mauraarbeiten aus dem Jahr 1984 erwarteten. Über Details aus den Maturaarbeiten möchte ich vornehm den Mantel des Schweigens breiten. Nur so viel sei gesagt: Dass mir Professor Ebner ein „Gestörtes Verhältnis zur Kommasetzung“ attestierte, habe ich ihm mittlerweile längst verziehen. Wie sollte er auch wissen, dass ich nur meiner Zeit voraus war und mehrere inzwischen durchgeführte Reformen intuitiv vorweg genommen habe.

 

(Fotos: privat)

 

Bei reichlich Speis und Trank wurde die Feier gründlich ausgekostet und schließlich erst rund um Mitternacht vom harten Kern beendet.

 

Es war sehr schön, so viele Menschen, die in ihrer Jugend ein Stück des Lebensweges gemeinsam gegangen sind und die dann von den Umständen des Lebens getrennt wurden, wieder zu sehen. Auch mehrere Professoren gaben uns die Ehre und besuchten die Feier, wofür wir uns sehr herzlich bedanken möchten.

 

Postscriptum: Beim Verfassen dieses Berichts hatte ich bereits Kenntnis davon, dass unser Schulkamerad und Freund Michael Estermann völlig überraschend ganz plötzlich verstorben ist. Wir hatten das Glück, bei der Feier noch einige schöne Stunden mit Michael zu verbringen und sind dankbar dafür. Lieber Michael, wir werden dir stets ein ehrendes Andenken bewahren!

 

Mag. Hermann Bauer

 

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