Absolventenverein Kollegium Aloisianum
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10.11.2014, erstellt am 20.11 2014 von Christian Müller; Quelle: Mag. Wilhelm Remes

Moderne innovative Architektur

2014 11 Wien Architektur Mrkl
Altfreinbergerin DI Verena Mörkl schafft moderne, innovative Architektur (Fotocollage: www.superblock.at)

Die erfolgreiche Architektin und Altfreinbergerin Verena Mörkl skizzierte ein Bild der modernen innovativen Architektur beim 11. Altfreinbergertreffen in Wien am 10. November 2014 im Club der Altkalksburger. 

 

DI Verena Mörkl (Mj. 92, ehem. Kukla) zählt zu den ersten Maturantinnen, die das Kollegium Aloisianum in seiner Geschichte hervorbringt. Als Absolventin einer AHS erwählt Sie einen kreativ-technischen Beruf; nach erfolgreichem Studium der Architektur an der TU Wien gründet sie 2003 mit Christoph Mörkl das Architekturbüro „Superblock“ und kann auf dem umkämpften Wiener Wohnungsbau reüssieren und mit ihren eingereichten Bauprojekten erstaunliche Erfolge vorweisen.

 

Einige dieser Projekte stellte DI Verena Mörkl den rund 25 Teilnehmern des Abends vor, nicht ohne zuvor einführende Worte über die Entwicklung des Wohnbaues in Wien zu finden, der infolge der ab 1850 bestehenden Wohnungsnot mit ihren extremen Auswirkungen des „Bettgehertums“ notwendig wurde. Hernach wurde das Paradebeispiel des sozialen Wohnbaues wie jenes des Karl Marx Hofes in Wien präsentiert, gefolgt von der aktuellen Devise „Wien wächst nach innen“. Das aus neun MitarbeiterInnen bestehende Team des Architekturbüros Superblock hat seit seiner Gründung rund 100 Projekte entwickelt; davon nahmen 58 an Wettbewerben teil, von denen 14 gewonnen werden konnten; darunter auch der städtebauliche Realisierungswettbewerb in München mit dem Projekt „Quartier M“ sowie der städtebauliche Ideenwettbewerb in Oranienburg b. Berlin („Vom blauen Kanal zur weißen Stadt“).

 

Der Schwerpunkt der Projekte liegt freilich in Wien, dessen Wohnungsneubau dank der freiwerdenden Bahnhofsflächen und der neuen „Seestadt Aspern“ einen Boom erlebt. Jedes der vorgestellten Projekte hatte sich ob seiner Ausgangslage ganz speziellen Anforderungen zu stellen: Die Reihenhausanlage „Haustrift“ hatte nur ein begrenztes Grundstückvolumen zur Verfügung und sollte durch kurze Errichtungszeit und entsprechend günstige Errichtungskosten bestechen.

 

Drei zu pflanzende Linden geben dem Projekt im 21. Bezirk den Namen „Unter den Linden“. Sie sind mit der Ausgestaltung eines Platzes die erste Maßnahme,  sich eine „Adresse“ vor Ort zu verschaffen. Er wird zentraler Dreh- und Angelpunkt und verbindendes Element zwischen Bestehendem und Neuem: Hier befinden sich die Zugänge zum Gebäude, zum Kindergarten und auch zum bestehenden Gebäudes in der Gaswerkstraße. „Hier ist Raum für Begegnung und Gespräche, aber auch für gemeinsames Tun, für Gärtnern und Ernten, für Spiele und Feste. Hier kann Nachbarschaft mit den neuen und alten Anwohnern mit Leben gefüllt werden.“

 

„Der Heim_Hof ist ein vitales, für Lehrlinge und Studenten erlebbares Gebäude, das sich um einen gemeinsamen Hof gruppiert und sowohl Gemeinschaft als auch individuellen Rückzug der Bewohner ermöglicht.“ Zudem integriert das Studierenden – und Lehrlingswohnheim einen neu errichteten Sakralraum und Gemeindesaal für die evangelische Pfarrgemeinde Wien-Hetzendorf.

 

Schließlich stellte DI Verena Mörkl auch das 2009-11 realisierte Projekt „Neu 31“ der Errichtung des eigenen Architekturbüros – kombiniert mit vier Wohnungen -  in der Neuwaldegger Straße vor: „Das Konzept einer nach Außen wie nach Innen offenen Raumstruktur, welche die Wohn- und Büroeinheiten mit den, das Haus durchdringenden Außenräumen, verbindet, ist hier keine Fiktion, sondern bestimmt das Gefüge des Hauses  - eine Raumidee, die den Architekten so sinnvoll erschien, um selbst darin zu leben.“

 

(Fotos: www.superblock.at)

 

Das Interesse seitens der Besucher war ungebremst; Fragen hinsichtlich des Ablaufes eines solchen Projektes, der Bauträgerschaft, den spezifischen Umständen Wiens und Niederösterreichs betreffend Förderbedingungen und seiner gemeinnützigen Wohnungsgenossenschaften, aber auch fachliche Detailfragen dominierten die Fragerunde, einige Fragen des Berichterstatters versuchten auch das zweite große Aufgabenfeld von DI Verena Mörkl zu erhellen – die Mitarbeit in der Gebietsbetreuung im 7., 8., und 16. Wiener Gemeindebezirk; sanfte Stadterneuerung und Stadtteilmanagement sind hier gefragt, als beispielsgebendes Projekt nannte sie hier die Neugestaltung des Brunnenmarktes bzw. Yppenplatz in Wien-Ottakring (nahe Wiener Gürtel).

 

Wer eine bildliche Illustration der angesprochenen und weiterer Projekte sucht, dem sei die Homepage www.superblock.at empfohlen, die zahlreiche weitere Projekte anführt, die im Rahmen des Vortrags von DI Verena Mörkl vorgestellt wurden. Der kurzweilige Abend mündete in den schon gewohnten gemütlichen Teil, in dem freilich sich unsere Referentin noch zahlreichen individuellen Fragen und Gesprächen stellte.

 

Mag. Wilhelm Remes

Fotos und zitierte Textpassagen sind der Website www.superblock.at entnommen.

 

 

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