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31.10 2013, erstellt von Christian Müller, Quelle: Freinberger Stimmen (Mag. Wilhelm Remes)

Dr. Franz Xaver Brandmayr, Rektor des päpstlichen Priesterkollegs

brandmayr
Foto: KirchenZeitung

Franz Xaver Brandmayr (Mj. 74), Dr., seit 2008 Rektor des päpstlichen Priesterkollegs (Pontificio Istituto Teutonico Santa Maria dell' Anima), wird stets gerne konsultiert, insbesondere betreffend aktueller Informationen aus Rom; mit der Ernennung des neuen Papstes Franziskus gilt dies umso mehr. Beim Journalistenforum am 24. April 2013 erzählte er von seinen Eindrücken aus dem „neuen Rom“ unter Papst Franziskus: „Das Interessante sind die Kurzpredigten, die der Papst bei seiner täglichen Messfeier im vatikanischen Gästehaus hält.“ Diese Ansprachen seien klar, überraschend und erfrischend. Brandmayr meint auch, dass der Papst mit den europäischen Befindlichkeiten nicht mehr so vertraut ist. Was uns wichtig sei, müssten wir selbst in die Hand nehmen. (KirchenZeitung Diözese Linz, 24. April 2013).

 

Die „große Herausforderung“, so Brandmayr, bei allen Reformen werde aber sein, welche Personen im Vatikan ersetzt werden. Papst Franziskus werde bei den Neubesetzungen wichtiger Funktionen „auf Lateinamerikaner, Nordamerikaner und auch auf seinen Jesuitenorden zurückgreifen können“. Das sei ein Vorteil gegenüber Papst Benedikt, sagte Brandmayr: „Kaum ein Deutscher wollte eine Funktion im Vatikan übernehmen“. (Neues Volksblatt, 24. April 2013)

 

Die Furche (Bernadette Spitzer) widmete am 31. Oktober 2013 der Anima unter dem Titel „Die Renaissance der Santa Maria dell' Anima“ eine ganze Seite, bezeichnet diese als Schnittstelle zum Vatikan, erinnert daran, dass dieses Institut neben dem Fürstentum Liechtenstein der letzte real existierende Rest des Heiligen Römischen Reiches ist; 1518 als Bruderschaft von Kaiser Maximilian mit dem Privileg der Reichsunmittelbarkeit ausgestattet überstand es das Jahr des Unterganges des genannten Reiches (1806) und wurde niemals säkularisiert. Die Furche führt aus: „Franz Xaver Brandmayr ist ein Kommunikator. Er will die Anima zu einem Zentrum der Verständigung zwischen den Ländern nördlich der Alpen und Rom machen: ,Es gibt viele kulturelle Missverständnisse. Wenn man miteinander redet, kann man sie ausräumen. Die Bruderschaft soll kommunizieren. Die Mitglieder sollen für die Anima eintreten und bekannt machen. Beitreten darf, wer eingeladen wird, unabhängig von der Religion, Nationalität und Geschlecht. Auf der Mitgliederliste finden sich etwa der Präfekt der Glaubenskongregation, Bischof Gerhard Müller und der Autor Gerhard Tötschinger. Die großen Projekte, die Brandmayr im Sinne seines Vorgängers [Johann] Hörist weitergeführt hat, sind fünf Jahre nach seinem Amtsantritt großteils abgeschlossen. Sakristei, Bibliothek und Presbyterium sind restauriert. Bis Sommer 2014 wird die Kirche fertig sein, 18 der [Anima gehörenden] Palazzi sind saniert. Eigentlich könnte der Oberösterreicher seine 19-Stunden-Arbeitstage deutlich reduzieren und die Produktion des Limoncello, den er aus den Zitronen, die auf seiner Terrasse wachsen, erzeugt und von dem sogar schon Papst Benedikt XVI. etwas bekommen hat, verstärken, aber das nächste Projekt wartet schon: Die Einleitung des Seligsprechungsprozesses für Papst Hadrian VI. (1459-1523), der in der Anima begraben liegt. Den Mitgliedern der Bruderschaft wird nicht langweilig werden.“  

 

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