Absolventenverein Kollegium Aloisianum
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16.11 2014, erstellt von Christian Müller, Quelle: Freinberger Stimmen, Mag. Wilhelm Remes

Jüngste Professorin an der Universität Linz: Dr. Katharina Hofer

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Dr. Katharina Hofer (Foto: privat)

Katharina Hofer (Mj. 98), Dr.,  ist seit September 2013 assoziierte Professorin am Institut für Handel, Absatz und Marketing an der Johannes Kepler Universität Linz (JKU) und  so mit 33 Jahren die jüngste Professorin an der JKU: „Einige Studenten sind älter als ich. Es ist schon einige Male passiert, dass mich die Studenten sehen und denken, ich sei eine Kollegin. Die Überraschung ist groß, wenn ich im Hörsaal das erste Mal nach vorne gehe", sagt Hofer, die Wirtschaftswissenschaften unterrichtet.

 

Die Matura am Gymnasium Aloisianum schloss Hofer mit Auszeichnung ab. Danach studierte sie in Innsbruck fünf Semester lang Englisch und Spanisch. "In dieser Zeit habe ich gemerkt, dass es in der Betriebswirtschaft viele spannende Themen gibt. Daraufhin habe ich gewechselt", sagt Hofer. Während ihres BWL-Studiums war die 22-Jährige auch ein halbes Jahr in Amerika an der Georgia State University in Atlanta. Außerdem war sie unter anderem in Taiwan, Japan oder Kasachstan, um dort zu forschen oder Gastvorträge zu ihrem Schwerpunkt Marketing und Management zu halten. Ihr Studium schloss die 33-jährige in sieben Semestern ab. Damit war sie sogar ein Semester vor der Mindeststudienzeit fertig. Das Tempo dürfte in der Familie liegen. "Meine jüngere Schwester ist 28 Jahre alt und arbeitet als Ärztin in Rohrbach. Sie ist gerade mit dem Turnus fertig geworden", sagt die Linzerin, die fließend Englisch und Spanisch spricht.

 

Mag. Wilhelm Remes, Redakteur der Freinberger Stimmen, interviewte Katharina Hofer:

  • Wie sind Sie damals auf das Kollegium Aloisianum aufmerksam geworden?

Das war insbesondere durch meine Eltern, und ich bin meinen Eltern sehr dankbar, dass sie mir diese Ausbildung ermöglicht haben. Zusätzlich kannte ich die Schule aus Erzählungen von Freundinnen, und durch die schöne Lage am Freinberg. Ich habe mich sehr auf den ersten Tag im Aloisianum gefreut.

 

  • Mit welchen Interessen für den weiteren Bildungsweg haben Sie das Aloisianum nach erfolgreich bestandener Matura verlassen?

Ich hatte nach meiner Matura vielfältige Interessen, das ist aus meiner Sicht ein Vorteil an der AHS-Ausbildung, dass im Vergleich zu anderen Schultypen der weitere Studien- und Berufsweg nicht so stark vorgezeichnet und relativ offen ist. Den Sommer nach meiner Matura habe ich in Australien verbracht, und mir wurde bewusst, dass der Aspekt der Internationalität in meinem weiteren Bildungs- und Berufsweg eine zentrale Rolle spielen sollte.

 

  • Wie und wann erfolgte der Einstieg in Ihr Berufsleben? Wann und wie hat sich die Möglichkeit ergeben, sich dem Schwerpunkt Marketing und Management zu widmen?

Nach meinem Diplomstudium an der Universität Innsbruck hatte ich mir das Doktorat zum Ziel gesetzt. Während meiner Dissertationszeit an der JKU Linz begann ich als Karenzvertretung am Institut für Handel, Absatz und Marketing zu arbeiten. Mir hat die Tätigkeit am Institut von Beginn an große Freude bereitet, und es war schnell klar, dass ich diesen Weg weiter verfolgen möchte. Institutsvorstand Prof. Wührer und Vizerektor Prof. Roithmayr haben mich dabei stetig gefördert.

 

  • Ihre Studienzeit sowie ihr Berufsweg sind von zahlreichen Auslandsaufenthalten geprägt, so u.a. in Buenos Aires, Atlanta, Taiwan und Kasachstan. Was bedeuteten diese für Ihre Karriere, wovon konnten Sie am meisten profitieren?

Die Auslandsaufenthalte waren unheimlich bereichernd für die Entwicklung der Persönlichkeit, die Bildung einer offenen Einstellung sowie das Erlernen von flexiblem Handeln. Es ist aus meiner Sicht sehr wichtig zu erfahren, wie in anderen Ländern und Institutionen gearbeitet wird. Ich versuche immer, mir positive Aspekte mitzunehmen und in mein Leben und Arbeiten zu integrieren, insofern konnte ich von allen Auslandsaufenthalten stark profitieren.

 

  • Seit 2005 sind Sie an der Johannes Kepler Universität Linz im Institut für Handel, Absatz und Marketing tätig; seit letztem Jahr als assoziierte Professorin. Was sind Ihre Aufgaben am Institut bzw. welche Aufgaben kommen dem Institut innerhalb der Universitätslandschaft zu?

Meine Tätigkeit am Institut umfasst die drei großen Bereiche Forschung, Lehre und Kooperationsprojekte mit der Unternehmenspraxis. Inhaltlich liegen meine Schwerpunkte dabei auf den Themen internationales Marketing, Markenmanagement, Dienstleistungsmarketing und internes Marketing. Meine Tätigkeit umfasst sehr viele positive Aspekte wie zum Beispiel stetig Neues zu lernen, innovative Sichtweisen der Studenten zu erfahren, sich in die wissenschaftliche Diskussion einzubringen, und den Wissenstransfer zwischen Universität und Praxis.

 

  • Wie sehen Sie Ihre Perspektiven an der JKU Linz in Linz? Zieht es Sie wieder ins Ausland?

Ich arbeite sehr gerne an der JKU. Mein Beruf ist stark international geprägt, ich kooperiere mit Kollegen aus unterschiedlichen Kontinenten und nehme an Konferenzen oder Begutachtungsprozessen in den verschiedensten Ländern teil. Einer meiner Schwerpunkte ist das internationale Marketing, und das Ausland wird in der einen oder anderen Form für mich immer ein Thema sein.

 

  • Was war bisher Ihr bemerkenswertestes Erlebnis in Ihrer beruflichen Laufbahn?

Das gibt es einige, und es ist schwer eines auszuwählen. Ein wichtiges Ereignis war sicher meine Habilitation im Juli 2013, da ich dieses Ziel über mehrere Jahre verfolgt und intensiv daran gearbeitet habe. Umso größer ist dann die Freude über einen erfolgreichen Abschluss.

 

  • Lässt Ihr Beruf noch Raum und Zeit für andere Interessen und Hobbys?

Privat reise ich sehr gerne, zuletzt war Peru ein besonders beeindruckendes Erlebnis. Daneben verbringe ich Sommer gerne Zeit am Attersee, treffe mich mit Freunden auf ein gutes Essen oder spiele eine Runde Golf. Letzteres ist allerdings noch ausbaufähig.

 

  • An welche Begebenheiten erinnern Sie sich gerne, wenn Sie an Ihre Schulzeit im Aloisianum denken?

Die engagierten Lehrer und Erzieher, die Gemeinschaft und die gute Stimmung in der Klasse. Besonders in Erinnerung bleibt sicher die von Frau Mag. Gabriela Meinhart organisierte Sprachwoche in Spanien, die wir in der 7. Klasse in der Nähe von Barcelona verbracht haben.

 

  • Wie intensiv ist Ihr Kontakt zu Ihren ehemaligen Klassenkollegen? Gibt es regelmäßige Treffen?

Wir hatten mehrere Treffen, und dabei war es interessant zu sehen, dass auch nach längerer Zeit jeder wieder seinen Platz in der Klassengemeinschaft einnahm. Da einige meiner Klassenkollegen in Innsbruck studiert haben, traf ich diese oft während meiner Studienzeit in Innsbruck. Heute habe ich zu einigen meiner ehemaligen Kollegen Kontakt, sei es persönlich oder durch die digitalen Medien.

 

  • War das Aloisianum prägend für Ihr weiteres Leben bzw. für Ihren Beruf? Wenn ja, wie?

Auf jeden Fall, zum einen durch die Werte, die im Aloisianum vermittelt werden, und zum anderen durch die Ausbildung, mich bestens auf das Studium vorbereitet hat. Von meinem Englisch, das ich bei Direktor Mag. Karl Hödl exzellent gelernt habe, profitiere ich heute stark. In meinem Bereich wird beinahe ausschließlich auf Englisch publiziert, und die Vortrags- und Diskussionssprache auf Konferenzen ist Englisch. Schließlich war das Aloisianum auch der Beginn von schönen Freundschaften, mit Mag. Barbara Schwetz-Penz (Mj. 97) bin ich bis heute freundschaftlich sehr eng verbunden.

 

  • Rückblickend auf Ihren Berufsweg, welche Worte und Erfahrungen können Sie den heutigen Maturanten des Aloisianum auf Ihren zukünftigen Weg mitgeben?

Offenheit, und die Bereitschaft zum stetigen Lernen und Weiterbilden. Darüber hinaus ist es wichtig, sich Ziele zu setzen und diese konsequent zu verfolgen. Dabei sollte man auch den Mut haben, das Ziel zu korrigieren, wenn es sich als erforderlich herausstellt.

 

 

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