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13.02 2016, erstellt von Christian Müller

P. Friedrich Fritz SJ verstorben

P.Fritz
P. Fritz SJ (1916-2016) (Foto: jesuiten.at)

Gott, der Herr unseres Lebens, hat unseren Mitbruder

P. Friedrich Fritz SJ

nach einem langen und erfüllten Leben

am Samstag, dem 6. Februar 2016, im 100. Lebensjahr zu sich gerufen.

 

P. Fritz wurde am 20. August 1916 als Sohn von Ignaz und Agnes Fritz in Innsbruck geboren und eine Woche später in der Pfarre Wilten getauft. Er absolvierte nach der Volksschule das Bundes-Realgymnasium in Innsbruck und trat nach der Matura am 7. September 1935 in St. Andrä im Lavanttal in das Noviziat der Gesellschaft Jesu ein.

 

In den letzten Jahren vor dem 2. Weltkrieg studierte er in Innsbruck Philosophie. Während des ganzen Krieges leistete er an verschiedenen europäischen Fronten einen Militärdienst, der ihn des Öfteren in Bedrängnis und Lebensgefahr brachte, wobei er immer wieder auf wunderbare Weise den Schutz des Allmächtigen und die Fürbitte der Gottesmutter erfuhr.

 

Nach dem Krieg konnte er seine Studien mit der Theologie in Innsbruck fortsetzen und wurde während dieser Zeit am 25. Juli 1948 von Bischof Dr. Paulus Rusch zum Priester geweiht. Nach Abschluss der Theologie berief ihn der Orden für ein zweijähriges Praktikum nach Wien an das Kollegium Kalksburg, wo er als Spiritual und Religionslehrer eingesetzt wurde, um anschließend erneut nach St. Andrä zu gehen, und dort zunächst ein Jahr lang im Noviziat Sozius des Novizenmeisters zu sein. Im darauffolgenden Jahr absolvierte er in St. Andrä unter P. Hayler als Instruktor auch sein Tertiat. Dabei nahm er gleichzeitig weiterhin die Aufgabe des Sozius im Noviziat wahr.

 

Mit dem Abschluss seiner allgemeinen Ordensausbildung stellte sich die Frage nach weiterführenden Studien und nach der künftigen Ausrichtung seiner Tätigkeit in der Gesellschaft Jesu. P. Fritz spürte die Berufung zum Lehrer und Jugendseelsorger und so kam er zunächst für drei Jahre in das Aloisianum am Freinberg in Linz, wo er als Spiritual und Kongregationspräses fungierte. Nach einem einjährigen Intermezzo in Wien Kalksburg kehrte er für lange sechzehn Jahre auf den Freinberg zurück, um als Lehrer für Musik, Mathematik und Physik Schüler auf dem Weg zur Matura und ins Leben zu begleiten. Seit 1975 Mitglied der Kommunität in Wien IX, wirkte er bis 1982 als Spiritual für die Schüler der Schulbrüder in Strebersdorf.  

 

Fast zwanzig Jahre lang, bis zur Auflösung der Kalksburger Jesuitenkommunität und der Übersiedlung der meisten Jesuiten in das nahe Hildegardishaus der Caritas Socialis, diente er als Krankenpräfekt und Subminister dieser Gemeinschaft. 2001 übersiedelte er selbst dorthin und war auch dort mit großem Engagement und seelsorglichem Eifer weiterhin als Priester tätig.

 

In Ausübung dieses Dienstes ist er nach kurzer Krankheit fast hundertjährig friedlich heimgegangen.

 

P. Friedrich Fritz war ein Mensch, der viel Ruhe und Freundlichkeit ausstrahlte, ein von seiner Berufung erfüllter Priester und Jesuit, technisch versiert und kreativ, an den Vorgängen in Kirche und Welt interessiert und bis an sein Lebensende ein großer Beter in zahlreichen Anliegen.

 

Im Namen der Mitbrüder und Verwandten

P. Friedrich Sperringer SJ, Superior

 

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